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Woche der Griechenland-Entscheidung

FREIE WÄHLER-Veranstaltung „Euro(pa) – wie geht’s weiter?“ mit „Mr. Dax“ Dirk Müller stößt auf großes Publikumsinteresse

Hubert Aiwanger, Dirk Müller und Prof. Dr. Michael Piazolo (v.l.)

Aiwanger: Griechenland-Drama endlich lösen – Drachme als Zweitwährung wiedereinführen

München. „Der Nervenkrieg und die Hängepartie um Griechenland müssen schnellstens gelöst werden“, so die Forderung von Hubert Aiwanger am Donnerstagabend im Münchner Kolpinghaus. Der FREIE WÄHLER-Chef hatte zur Infoveranstaltung "Euro(pa) - wie geht's weiter?" den prominenten Börsenmakler und Buchautor „Mr. Dax“, Dirk Müller („Showdown - der Kampf um Europa und unser Geld“), eingeladen und mehr als 400 Besucher kamen.

Eine Lösung der Dauerkrise um Griechenland könne nur gelingen, wenn die Wettbewerbsfähigkeit des zusammengebrochenen Landes wiederhergestellt werde, sagte Aiwanger. „Das funktioniert jedoch nur über die Wiedereinführung der Drachme als Parallelwährung, wie sie von namhaften Ökonomen schon seit geraumer Zeit vorgeschlagen wird.“ Aiwanger übte heftige Kritik an der angeblich „alternativlosen“ Eurorettungspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker: „Deutschland und Europa haben zu lange an einer fehlgeleiteten Rettungsschirmpolitik festgehalten. Wenn die dringend erforderliche Kurskorrektur jetzt nicht kommt, wird der Streit um Griechenland den europäischen Gedanken endgültig vergiften.“



Welche Folgen hat der Grexit?

Prof. Dr. Michael Piazolo, der den Abend moderierte, bekannte, er könne sich des Eindrucks nicht erwehren, die Eurokrisensitzungen spielten sich in einem immer gleichen Szenario ab: „Ich komme mir vor wie in dem Film '...und ewig grüßt das Murmeltier' und bin mir sicher: Auch diesmal wird Griechenland wieder in letzter Sekunde 'gerettet' - einer nachhaltigen Lösung kommen wir so jedoch nicht näher.“

Steuermoral und Bejahung des Staates hätten in Griechenland keine lange Tradition - aus rein historischen Gründen sei die Mentalität der Menschen dort eine ganz andere als etwa in Deutschland, so Dirk Müller. Müller bezweifelte, dass ein Grexit, also der Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone, einer Katastrophe gleichkäme: „Die Anleger werden nervös sein, der Dax ein paar hundert Punkte springen - aber die internationale Wirtschaft wird nicht zusammenbrechen. Nach ein paar Wochen wird sich alles beruhigen.“ Es dürfe nicht vergessen werden, dass Griechenland gerade einmal über die Wirtschaftskraft des Bundeslandes Hessen verfüge, also keinesfalls eine bedeutende Volkswirtschaft sei, deren Kollaps ganz Europa ins Verderben stürzen könne.


Prof. Dr. Michael Piazolo, MdL, begrüßt die Gäste
Dirk Müller im Vortrag
Lange Schlange am Einlass vor dem Kolpingsaal
Vollbesetzter Kolpingsaal
Hubert Aiwanger, MdL, und Dirk Müller
Hubert Aiwanger, Dirk Müller und Prof. Dr. Michael Piazolo

Ein Plädoyer für das Europa der Regionen

Heftige Kritik äußerte Müller an der von der EU verfügten Sparpolitik Griechenlands. Reformen müssten stets mit Konjunkturpaketen und gezielten Investitionen verbunden werden - die Reformpolitik des ehemaligen Bundeskanzlers Schröder habe genau nach diesem Prinzip funktioniert. „Kann mir jemand erklären, warum wir dann von Griechenland genau das Gegenteil dessen erwarten, was sich bei uns in Deutschland als erfolgreich erwiesen hat?“, fragte Müller.

Falls sich Griechenland zu Beginn der kommenden Woche als zahlungsunfähig erkläre, werde der Staat „eben die Druckerpresse anschmeißen und die Drachme wiedereinführen - denn von irgendetwas muss die Regierung Staatsapparat und Beamte bezahlen“. Das griechische Volk müsse dann jedoch mit mindestens zwei sehr harten Jahren des wirtschaftlichen Wiederaufbaus rechnen. Müller abschließend: „Entscheidend ist doch: Europa lebt von seiner Unterschiedlichkeit! Das müssen wir respektieren und mit der EU-Gleichmacherei aufhören.“

Aiwanger verwies darauf, der „politische Urknall“ der Eurokrise habe sich bereits vor fünf Jahren ereignet - mit dem Rücktritt des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler. „Dem Mann, der einst festgelegt hatte, dass kein Land für die Schulden eines anderen Landes der Eurozone haften müsse. Dagegen haben Merkel & Co. mannigfach verstoßen. Wir FREIEN WÄHLER setzen uns dafür ein, dass mit dieser lähmenden 'Weiter-so'-Politik jetzt endgültig Schluss ist.“