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28. Februar

Aiwanger: Hausärzte kämpfen für die Bevölkerung

Zu den aktuellen Hausarztprotesten:

FW-Landesvorsitzender Hubert Aiwanger unterstützt die aktuellen Proteste der bayerischen Hausärzte, die vor der Vernichtung ihrer Existenzen warnen: "Unsere Hausärzte sind nicht gerade als Berufsdemonstranten bekannt. Und wenn die mal auf die Straße gehen, dann kann man davon ausgehen, dass ihnen wirklich der Kittel brennt. Das deutsche Gesundheitswesen wird derzeit umgebaut von der jetzigen bewährten ambulanten Versorgung durch selbständige Hausärzte, niedergelassene Fachärzte und kommunale Krankenhäuser auf gewinnorientierte börsennotierte Klinikketten, bei denen der Patient am Ende nur noch eine Nummer ist und im Krankheitsfall in Telefonwarteschleifen mit Call-Centern sein Krankheitsbild diskutieren soll.

Auf dem Weg dorthin stehen die Hausärzte im Weg und werden deshalb gezielt durch schlechte gesundheitspolitische Rahmenbedingungen "entsorgt". Anschließend ergeht es den niedergelassenen Fachärzten und den kommunalen Krankenhäusern genauso. Man muss also erkennen, dass die Hausärzte in erster Linie für die Bevölkerung kämpfen, indem sie auf die zunehmenden Missstände hinweisen. Die Politik der bayerischen Staatsregierung hat dabei jede Glaubwürdigkeit verloren. Trotz massiver Hilferufe der Hausärzte hat sich die CSU bisher die Ohren zugehalten und diesen Systemumbau mitgetragen. Jetzt, wo man im Wahljahr die zunehmende Solidarisierung der Bevölkerung mit unseren Hausärzten sieht, wird Verständnis vorgetäuscht und als Placebo ein "Expertengremium" einberufen, obwohl mittlerweile ein Blinder sieht, was los ist. Die klare Aussage, dass es politisches Ziel ist, die Hausärzte in Bayern zu erhalten, habe ich bisher nicht gehört. Hier will sich die "staatstragende Partei" nicht festnageln lassen. Ich sage es ganz klar: Die Freien Wähler wollen nicht, dass unser Gesundheitswesen zur Goldgrube für Spekulanten umgebaut wird, wo wir immer mehr einbezahlen, immer schlechtere Leistungen erhalten und die heimische Politik nichts mehr zu sagen hat. Wir stehen an der Seite unserer Hausärzte!"