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5. Februar

Freie Wähler: Den Böllerschützen nicht unnötig das Leben schwer machen

Sollte das Vorhaben der bayerischen Staatsregierung Wirklichkeit werden, die beiden bayerischen Beschussämter in ihrer Arbeit einzuschränken bzw. abzuschaffen, wären die 30000 Böllerschützen massiv betroffen, da sie auf außerbayerische Ämter angewiesen werden. Die Beschussämter prüfen ähnlich wie ein TÜV alle 5 Jahre die Böllerschussgeräte auf ihren technischen Zustand.

Hubert Aiwanger, Landesvorsitzender der Freien Wähler Bayern: "Die Böllerschützen gehören zur bayerischen Tradition, und viele Veranstaltungen wie Volksfestauszüge schmücken sich gerne mit diesem Brauchtum. Man darf den ehrenamtlich tätigen Böllerschützen nicht unüberlegt das Leben schwer machen, indem die wohnortnahe Überprüfung abgeschafft wird."

Nach Meinung der Freien Wähler wäre es kontraproduktiv, die eigenen Fachbehörden zuzusperren und diejenigen, die auf sie angewiesen sind, auf außerbayerische Beschussämter zu verweisen: "Man spart bei uns ein paar Stellen ein, lässt die bayerische Fachkompetenz verkümmern, exportiert Arbeitsplätze und mutet dem Bürger längere Wege zu. Wer mit dem Spruch "Laptop und Lederhose" für Bayern wirbt, darf die Böllerschützen nicht im Regen stehen lassen".

Die Böllerschützen müssten nach Suhl im Thüringer Wald oder nach Ulm ausweichen, was aber nach Aussage der dortigen Ämter zu Kapazitätsproblemen führen würde. Dagegen dürften sie kein österreichisches Beschussamt aufsuchen, weil nach den Vorschriften anscheinend nur bundesdeutsche Behörden kompetent sind - trotz EU.