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1. Juli

Mehr Regionalität wäre ein Segen für Bayern

Aiwanger: Tag der Franken am 2. Juli als Denkanstoß für zukunftsfähige bayerische Strukturpolitik begreifen.

Die Freien Wähler sehen den neu eingeführten "Tag der Franken" am 2. Juli als positives Zeichen der Suche nach regionaler Identität. Dies wirkt in Zeiten der Globalisierung stabilisierend auf Gesellschaften und nützt damit dem Bürger, so FW-Landesvorsitzender Hubert Aiwanger. Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass sich einige "Münchner Zentralisten" den Kopf darüber zerbrechen, ob an öffentlichen Gebäuden in Franken auch Fahnen der jeweiligen Regierungsbezirke gehisst werden dürfen. Aiwanger erinnert auch an die vielen Sonntagsreden vom Herbst 2006 aus Anlass des Jubi-läums "200 Jahre Franken in Bayern", wo von Vertretern aller Parteien die Rückgabe von fränkischer Beutekunst aus Münchner Zentralarchiven in die Herkunftsorte gefordert wurde. Hier ist bis heute nichts passiert, was zeigt, wie unverständlich verkrampft man immer noch mit diesem Thema umgeht und wie schnell man vergisst.

Die Freien Wähler verweisen auch auf die überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit in Oberfranken und Mittelfranken und erneuern ihre Forderungen, strukturschwache Gebiete in allen sieben Bezirken besonders zu fördern, um ein weiteres Auseinanderdriften des Wohlstands und die zunehmende Abwanderung der jungen Leute in die Metropolen zu stoppen. Bayern im Jahr 2020 darf nicht aus zwei Metropolen bestehen, die die Hälfte der Gesamtbevölkerung umfassen und aus einem menschenleeren, vergreisten Umland. Dies gelingt umso besser, je dezentraler Bayern aufgestellt ist und je mehr Regionen sich um den Erhalt ihrer Identität bemühen. "Einheit in Vielfalt" muss deshalb die Richtschnur für die Zukunft Bayerns sein, nicht "Kaviar für wenige und Sonntagsreden für den Rest", so Hubert Aiwanger.