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Erstellt: 10. September 2006


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Das Mercedes-Benz-Museum begeistert alle

300SL Cabrio

Am Samstag, dem 7. Mai besuchten die Freien Wähler das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart. Insgesamt 40 Personen traten am Morgen die Fahrt bei herrlichem Wetter in einem sehr komfortablen Reisebus der Firma Spindler an. Gegen Mittag war es dann soweit und das sehr futuristische Museum war erreicht. Es wurde erst vor drei Jahren errichtet und ist ein architektonisches Juwel. Auf drei Säulen errichtet, scheinen die spiralförmig ineinander übergehenden Etagen in der Luft zu schweben. Nach einem schmackhaften Mittagessen im eigenen Restaurant ging’s hinein in die Geschichte des Automobils. 1886 erfand der Karlsruher Dr. Carl Benz das Automobil – aber niemand wollte es kaufen. Erst als seine Ehefrau Bertha 1888 mit ihren beiden Söhnen, übrigens ohne sein Wissen, mit ihrer Fernfahrt von Mannheim nach Pforzheim und zurück die Alltagstauglichkeit der pferdelosen Kutsche bewies wurde daraus ein ungeheurer Erfolg – mit heute fast einer Milliarde Autofahrern weltweit.

Roter 500K

In diesem Geist ist auch das Museum aufgebaut. Per Fahrstuhl geht es in die oberste Etage. Dort empfängt die Besucher als Erstes ein Pferd – Sinnbild für 1 PS! Überhaupt vermittelt der Rundgang nicht nur Automobil-, sondern auch Zeitgeschichte. Die ersten Motoren, noch viel zu groß und schwer für den Fahrzeugbau, dann das Prunkstück – ein Nachbau des besagten Motorwagens der Bertha Benz, ein Motorrad im hölzernen Rahmen – all das vermittelt dem Besucher den Beginn des automobilen Zeitalters. Aber nicht nur das. Kleine Dioramen geben die Gesellschaft des ausgehenden 18. Jahrhunderts wieder. Der erste Reisebus, der mangels genügend Leistung an jeder Steigung von den Fahrgästen angeschoben werden musste, die Urform eines Lkw, dessen simple Holzschuh-Bremsanlage jede Talfahrt zu einem gefährlichen Abenteuer werden ließ, ein motorbetriebenes Schiff, der erste mobile Flugballon – Vorläufer des Motorflugzeuges, all das gibt die Anfänge wieder. Der Mercedes-Stern von Carl Benz mit seinem drei Strahlen symbolisiert übrigens diese Mobilität zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Spiralförmig wird der Besucher in den Anfang des 19. Jahrhundert geführt. Hier erwarten ihn frühe Fahrzeuge, die noch sehr viel Ähnlichkeit mit Pferdekutschen hatten. Diese Motorkutschen waren sehr schwer zu fahren. Das Problem war nicht der Absatz der Fahrzeuge, sondern die Tatsache, dass es zu wenige Chauffeure gab. Mancher traute sich jedoch zu, das Vehikel selbst zu steuern. Der Geschäftsmann Jellinek war einer davon. Er brachte auch seine Erfahrungswerte mit in den Automobilbau ein. Ihm ist es quasi zu verdanken, dass aus hochbeinigen Gefährten Fahrzeuge entstanden, die in Form dem Automobil früher Tage entsprachen. Die Räder wurden kleiner, die Fahrgastkabine war Teil der flachen Karosserie, genauso wie die lange Motorhaube. Insgesamt wurde das Fahrzeug schnittiger. Da er 63 dieser Modelle orderte war es nur recht und billig, diesem neuen Modell den Kosenamen seiner Tochter zu geben: Mercedes. Und dieser Name hat sich bis heute erhalten und ist zum Markenzeichen geworden. Während des 1,3 km langen Weges durch die Automobilgeschichte begleiten den Besucher geschichtliche Informationen und Highlights aus den einzelnen Jahrzehnten. Flugzeugmotoren aus dem Ersten Weltkrieg, die Entwicklung der Kompressormotoren, die auch aus dem Flugzeugbau stammen und dann ein Fahrrad: der Feine Straßen-Halbrenner. Die Wirtschaftskrise von 1923 bis 1930 setzte dem Unternehmen schwer zu. Um über Wasser zu bleiben, wurden Fahrräder produziert und es kam zur Fusion mit Daimler. Als die Talsohle durchschritten war, begann die Ära der Prunkfahrzeuge und Statussymbole: mächtige, chromglänzende Karossen, die Dank der Kompressortechnik auch mächtig Dampf unter das Haube hatten – bei einem Spritverbrauch so um die 30 Liter auf 100 Kilometer. Die 50er-Jahre waren geprägt von geschwungenen Karosserien. 1954 entstand das wohl legendärste Auto – der Mercedes 300 SL Flügeltürer. 1963 kam der 600er auf den Markt. Der des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer ist im Museum zu besichtigen. In einem speziellen Forum berühmter Automobile stehen neben dem besagten Mercedes 600 beispielsweise die Staatskarosse des japanischen Kaisers Hirohito, der Weltmeisterschaftsbus der deutsch Nationalmannschaft von 1974, der rote Mercedes von Lady Diana, der ihr in England so viel Ärger mit der Bevölkerung einbrachte, dass sie ihn nach 3 Jahren wieder zurückgab, und natürlich das erste Papamobil.

Die Reisegruppe

Seit er Automobile gibt, gibt es auch Rennsport. Mercedes war von Anfang an dabei. Dies wird in einem eigenen Mythosraum deutlich. Angefangen von den fast noch kutschenartigen Gefährten über die Ära der legendären Silberpfeile bis hin zu den heutigen Boliden – alle sind sie zum Greifen nah aufgestellt, egal ob Formel 1, Tourenwagen oder Trucks. Die Silberpfeile haben eine kleine Entstehungsgeschichte. Ursprünglich waren die Rennwägen von Mercedes weiß lackiert. Bei einem Rennen in der Eifel war das Fahrzeug aufgrund eines neuen Reglements um 1 kg zu schwer. Also kratzen die Ingenieure über Nacht die Farbe ab, so dass das Fahrzeug zum Rennen nur noch mit der glänzenden Aluminiumkarosserie antrat – und das Rennen prompt gewann. Der silberne Pfeil war geboren. In früheren Tagen gab es jedoch schon einmal eine Ausnahme der Rennfarbe Weiß bei Mercedes: Anlass war die Targa Florio 1924 in Sizilien. Damals war es noch üblich, dass die Länder in ihren typischen Farben antraten: Italien in Rot, Frankreich in Blau, England in Grün und Deutschland in Weiß. Aus der Erfahrung früherer Rennen wusste man, dass die roten Wagen stets ungehindert und umjubelt die Strecke befahren konnten, die anderen Farben mussten immer wieder mit Behinderungen durch die Zuschauer an der Strecke rechnen. Mercedes lackierte den Wagen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion um und konnte als rotes Fahrzeug die Targa Florio gewinnen. Ein weiteres Highlight ist der Mercedes Rekordwagen, mit dem Rudolf Caracciola 1938 einen Geschwindigkeitsrekord von 432,7 km/h auf der Autobahn aufstellte – bis heute ungebrochen. Das Museum gibt auch einen Ausblick auf die Zukunft: Mercedes befast sich intensiv mit der Entwicklung der Brennstoffzelle. Der erste Versuchswagen, ein Vito, war noch vollgepackt mit Elektronik und Messgeräten, ein bereits kommerziell nutzbarer Lieferwagen bringt es immerhin schon auf eine Reichweite von 400 km und momentan fahren drei Mercedes-B-Klasse-Fahrzeuge mit Brennstoffzellen rund um den Globus, um den Dauereinsatz zu testen. Ein Tankfahrzeug der Firma Linde, gefüllt mit Wasserstoff, versorgt sie auf ihrer Reise.

Eigentlich ist der ca. 90-minütige Streifzug durch die Geschichte viel zu kurz. Man könnte Tage darin verbringen, nur um alle Informationen und Eindrücke wirken zu lassen. Dies ist auch der Eindruck unserer Besuchergruppe und mancher wird sich ein zweites Mal auf den Weg machen.