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Erstellt: 10. September 2006


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St. Hedwig in Königsbrunn – ein Heim zum Wohlfühlen

Schon beim Betreten des Altenheimes St. Hedwig in Köngsbrunn hat man das Gefühl von Wärme und Geborgenheit. Hübsche Blumengestecke, die kleine Ruhebank, der alte Kanonenofen als Zierstück – all das zeugt von einer liebevollen Betreuung und macht fast vergessen, dass das Haus ja nun schon 30 Jahre auf dem Buckel hat und als Betonbau eigentlich immer wieder Stück für Stück renoviert und saniert werden muss.

Das Nebengebäude wurde erst vor Kurzem für ca. 1,5 Mio. Euro von Grund auf renoviert und dient heute geronto-psychiatrisch veränderten Patienten als Heim. Diese Renovierungskosten muss das Heim wie jeder Privatmann durch Aufnahme von Krediten selbst tragen, so die Leiterin Frau Jonas.

 

Das Wohlgefühl kommt einem auch nicht abhanden, wenn man tiefer in die Gänge dringt und  die Zimmer der Bewohner betrachtet. Im Gegenteil: Hier ein zentraler Aufenthaltsraum mit gemütlichen Tischen und Stühlen, dort eine Ecke für Bewohner, denen der Gang zum Gemeinschaftsraum zu beschwerlich geworden ist. Die behindertengerechten Zimmer sind fast ausnahmslos Einzelzimmer und von den Bewohnern selbst gestaltet und mit eigenen Möbeln ausgestattet.

Auffällig sind die vielen kleinen Accessoires an den Wänden und in den Sitzecken, die den Blick fangen, und so von manch unschöner Außenwand ablenken. Aber Sanierung ist teuer und kann deshalb in St. Hedwig nur Stück für Stück vorangetrieben werden.

 

Die Heimbewohner werden bestens betreut. Im Begegnungsraum findet zum Beispiel Singen, Basteln, Tanz und Gymnastik statt. In der Wohngruppenbetreuung werden die Bewohner umsorgt, die an den allgemeinen Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen können oder wollen.

Auch Hilfe und Betreuung von außerhalb durch Angehörige und kirchliche Besucherdienste ist vorhanden. Da bildet sich ein Gesangskreis im Heim, dort werden Feste organisiert und ausgerichtet.

 

Das Haus verfügt über insgesamt 122 Pflegeplätze: 52 in Pflegestufe 1, 45 in Stufe 2 und 25 in Stufe 3. Momentan sind ca. 100 Mitarbeiter in die Voll- und Teilzeitpflege eingebunden. Ca. 60 bis 70 % der Bewohner sind dement bis schwer dement. Das Haus ist logistisch selbstständig und die neu eingebaute Küche versorgt mit ca. 400 Essen pro Tag auch auswärtige Einrichtungen.

 

Das alles am Leben zu erhalten kostet natürlich Geld. Um ein Beispiel zu geben: Ein Pflegeplatz der Stufe 2 kostet inklusive aller Leistungen 2850 Euro pro Monat. Die Pflegekasse gibt 1279 Euro dazu. Der Eigenanteil beträgt somit 1568 Euro.

Diese Kalkulation kann natürlich nur aufrechterhalten werden, wenn das Haus voll belegt ist.

Im Gegensatz zu früher gibt es keine Wartezeiten mehr. Das Eintrittsalter liegt inzwischen gut über 80 Jahre. In der Regel werden ambulante Dienste im Vorfeld in Anspruch genommen.

 

Frau Jonas ist mit der Idee eines weiteren Wohnheims in Königsbrunn nicht glücklich, da dadurch die Auslastung von St. Hedwig nicht mehr gewährleistet sein könnte und entweder das Personal abgebaut oder die Preise steigen würden. Wenn schon ein weiteres Heim, dann für solche Patienten, die in jungen Jahren unfall- oder krankheitsbedingt pflegebedürftig werden. Für solche Personen gibt es nämlich fast nirgends eine geeignete Pflegeeinrichtung. Und das ist eine echte Marktlücke.

Pflegestützpunkte sind ihrer Meinung nach Unsinn. Es gibt genügend Beratungsstellen. Sie wünscht sich mehr Überleitungskräfte, die die notwendigen Gespräche mit den Angehörigen

und den Patienten zur Vorbereitung der Aufnahme in das Heim führen.

 

Wir verlassen St. Hedwig mit einem guten Gefühl und können nur allen raten, die den Begriff Altenheim mit  „Abschiebestation aus dem Leben“ gleichsetzen: Gehen Sie hin und machen Sie sich selbst ein Bild. Uns hat das Altenheim überzeugt und wir waren beeindruckt von der Herzlichkeit und auch Fröhlichkeit der Pflegekräfte bei ihrer wahrlich nicht einfachen Aufgabe.

 

 

Jetzt hätten wir beinahe vergessen, uns vorzustellen: Wir, das sind Irene Tarasenko, Stadträtin und seit Langem mit den Heim persönlich verbunden; Anja Herrmann, die in St. Hedwig ausgebildet wurde und nun in München selbst stellvertretend ein ähnliches Heim mit 400 Patienten leitet, und Jürgen Raab, der sich schon lange familienbedingt mit dieser Problematik beschäftigt. Wir alle zusammen gehören zu den Freien Wählern in Königsbrunn. Wir finden, man muss sich vor Ort informieren, bevor Entscheidungen getroffen werden.

 

Jürgen Raab