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Erstellt: 10. September 2006


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Seit 60 Jahren "mit Leib und Seele" Königsbrunner

Heute Feiert die Vereinigung mit einem Weinfest ihr-jähriges Bestehen. Vom losen Verbund kommunalpolitisch Interessierter haben sie sich zu einem Verein mit vielen Aktivitäten entwickelt

Königsbrunn Am heutigen Freitag feiern die Freien Wähler Königsbrunn (FW) mit einem Weinfest im evangelischen Gemeindezentrum St. Johannes das 60-jährige Bestehen ihrer kommunalpolitischen Gruppierung. Bei genauem Hinsehen muss man feststellen, dass eher zwei Mal 30 Jahre zu feiern sind. Denn erst ab 1978 konnten die Freien Wähler der Brunnenstadt einen deutlichen Mitgliederzuwachs verzeichnen, bildeten Arbeitskreise –und erst im Mai 1988 formierten sie sich zu einem eingetragenen Verein.

In den Anfangsjahren waren sie „eine sehr legere Gruppe“

In den Jahrzehnten zuvor waren die Freien Wähler eher ein loser Verbund von kommunalpolitisch engagierten Bürgern, „eine sehr legere Gruppe“, wie sich Heinz Streubel, Ortsvorsitzender von 1978 bis 1998, erinnert: „Die haben sich lediglich einige Monate vor einer Kommunalwahl getroffen, um die Liste aufzustellen.“ Ansonsten war die Fraktion das einzige Gremium, das regelmäßig zusammentrat. Für die „legere Gruppe“ gibt es so auch kein exaktes Geburtsdatum. Nach dem Untergang des NS-Regimes lassen die Besatzungsmächte nur ganz allmählich wieder politisches Leben in Deutschland zu. Erst zur Kommunalwahl im Frühjahr 1948 dürfen neben CSU und SPD weitere Parteien und Wählergruppen antreten. Im Vorfeld finden sich der Landwirt Andreas Roser und knapp 30 weitere Männer zusammen – erst heimlich, später mit Erlaubnis der Militärregierung – und bilden die Freie Wählervereinigung. Mit dem jungen Fritz Wohlfarth als Bürgermeisterkandidat wird sie 1948 führende Kraft im Gemeinderat (siehe Info-Kasten). Erst ab 1978 ändert sich der Charakter der Freien Wähler. Ein Jahr zuvor ist Heinz Streubel

„Je größer eine Kommune ist,
umso schwächer sind dort
die Freien Wähler.“

Heinz Streubel, FW-Ehrenvorsitzendeer

dazu gestoßen. 1978 wird er Vorsitzender, von 1984 bis Ende April 2008 vertritt er die FW im Stadtrat. Ihm verdanken die Freien Wähler in der Brunnenstadt wesentliche Impulse. Er habe die Gruppe „gestrafft“, schildert der Inhaber eines Handwerksbetriebs im Rückblick. Er bildet umgehend einen kommunalpolitischen Arbeitskreis, der zur Meinungsbildung der FWStadträte beitragen und sie unterstützen soll. Ab jetzt treffen sich die Mitglieder zweimal im Jahr zu Versammlungen. Auch die geselligen Begegnungen nehmen zu – das Grillfest der Freien Wähler ist lange eines der großen Sommerfeste in der Stadt. In wenigen Jahren stieg so die Zahl der FW-Mitglieder von rund 30 auf über 100.
Zur Kommunalwahl 1984 nominieren die Freien Wähler mit Helmut Schulz erstmals seit 1952 wieder einen Bürgermeisterkandidaten. „Damit uns der Bürger überhaupt für voll nimmt“, erläutert Heinz Streubel rückblickend den Schritt. 1984 hatte sich auch Fritz Wohlfarth aus der aktiven Kommunalpolitik zurückgezogen.

Wirtschaftsförderung und Kultur als Schwerpunkte

In den folgenden Jahren richten die Freien Wähler ihr Hauptaugenmerk – neben der Wirtschaftsförderung - auf die Kulturpolitik der Stadt. Anton Kurz wird Kulturreferent, er bereitet wesentlich den neuen Kulturpreis der Stadt mit vor, setzt sich für den Umzug der Stadtbücherei ein und für die Verlagerung des Niklausmarktes nach St. Ulrich. Heinz Streubel engagiert sich für die Förderung kultureller Vereine durch die Stadt und ist einer der Väter des alljährlichen Dreikönigskonzerts. „Ich wollte für die Bürger von Königsbrunn tätig sein, aber keine Parteipolitik machen“, begründet Streubel rückblickend sein Engagement. Dieses Kriterium ist bezeichnend für die Einstellung der Freien Wähler. Für das Wohl der Kommune, wie sie es sehen, machen sich Lokalpolitiker aller Gruppierungen stark. Aber die Freien Wähler verzichten dabei explizit auf Lagerdenken und nehmen für sich in Anspruch, ihre Politik in erster Linie vor Ort aus sachlichen Überlegungen heraus zu entwickeln. Sie setzen mehr auf Personen als auf Programme, auch wenn das für die Breitenwirkung nicht unbedingt von Vorteil ist. Heinz Streubel, mittlerweile Ehrenvorsitzender,
stellt nüchtern fest: „Je größer eine Kommune ist, umso schwächer sind die Freien Wähler.“ Das lässt sich auch an den Einwohnerzahlen und Wahlergebnissen in Königsbrunn ablesen.

Der Landtagswahlkampf brachte „gewissen Bekanntheitsschub“

Als Beisitzer im Vorstand der Freien Wähler in Schwaben hat sich Streubel auch für ein Engagement in der Landespolitik stark gemacht. „Nicht alle waren damals dafür“, erinnert er sich, „jetzt werden die Früchte geerntet, die wir vor Langem gesät haben!“ Er freut sich über die frischgebackenen 21 Abgeordneten der Freien Wähler und hofft, dass sie ihre Stimmen in München geltend machen können. „Mit dem Landesvorsitzenden Aiwanger haben wir einen Mann, der die Anliegen der normalen Bürger vertritt“, lobt FW-Urgestein Walther Engelhardt. Der Landtagswahlkampf, so stellt der aktuelle Ortsvorsitzende Jürgen Raab zufrieden fest, habe für die Freien Wähler „einen gewissen Bekanntheitsschub“ gebracht. Deshalb sind zum Jubiläums- Weinfest am heutigen Freitag auch FW-Vertreter aus Landtag und Bezirkstag eingeladen. Im Mittelpunkt stehen aber die Ehrungen langjähriger Mitglieder – und der gesellige Treff mit vielen Königsbrunner Bürgern. Denn eines hat sich bei den Freien Wählern in 60 Jahren nicht verändert, wie die langjährige Stadträtin Irene Tarasenko anmerkt:
„Wir sind mit Leib und Seele Königsbrunner!“

von Hermann Schmid